Gesunde Ernährung   

Genetisch modifizierte/veränderte Lebensmittel (GMO- oder GVO-Produkte)

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In Geschäften finden Sie Lebensmittelprodukte, die als genmanipulierte Produkte gekennzeichnet sind. Das soll Ihnen ermöglichen, informierte Entscheidungen bei der Auswahl zu treffen.

Genmanipulierte Organismen (GMOs) werden von Wissenschaftlern im Labor entwickelt, indem Gene einer Art auf eine andere übertragen werden werden.

Zum Beispiel können Gene aus Bakterien einer Pflanzenart übertragen werden. Dieser Vorgang ähnelt dem Kreuzen von Pflanzen, um eine gewünschte Farbe bei Blumen zu erhalten. Nur ist der Vorgang bei genetisch modifizierten Organismen genauer, weil dort nur ein einziges oder eine kleine Anzahl von Genen in pflanzliche oder tierische Organismen übertragen werden können. Insbesondere wird so das Übertragen zwischen Organismen ermöglicht, die mit traditionellen Methoden nicht gekreuzt werden könnten.

Sind genmanipulierte Nahrungsmittel sicher?

Wenn genetische Veränderungen bei der Nahrungsmittelproduktion verwendet werden, muss jedes der daraus entstandenen Produkte auf ihre Sicherheit geprüft werden, bevor es in der EU auf den Markt kommen kann.

Besorgniserregend ist daher in erster Linie der Einfluss, den die Gentechnik auf die Umwelt haben könnte. Einige genmanipulierte Getreidearten sind so entwickelt worden, dass Herbizide (Mittel zur Unkrautbekämpfung) sie nicht belasten. Auf diese Weise können Unkräuter einfacher bekämpft werden. Allerdings wird befürchtet, dass diese Getreidearten sich mit Unkrautarten kreuzen und so gegen Bekämpfungsmittel vollkommen resistente Unkrautarten entstehen könnten. Andere Getreidearten werden so genmanipuliert, dass sie gegen bestimmte Insekten resistent sind und der Schaden durch diese Insekten  verringert wird. Hier ist ungewiss, wie die Auswirkungen auf andere Insektenarten ist und wie diese Veränderung sich auf Arten auswirken könnte, deren Nahrung Insekten sind. Theoretisch kann die Gentechnik dazu genutzt werden, die Umwelt zu verbessern. Das ist jedoch noch nicht bewiesen worden.

Wie Sie genmanipulierte Produkte (GVO-Produkte) erkennen können:

  • Die EU-Gesetzgebung sieht vor, dass genmanipulierte Bestandteile in Nahrungsmitteln gekennzeichnet werden müssen, solange diese im Endprodukt nachgewiesen werden können. Die beiden hauptsächlichen genmanipulierten Agrarprodukte, die wir über die Nahrung zu uns nehmen, sind Mais und Soja. Etwa 80 % der Verarbeitungsprodukte enthalten Soja- oder Maisderivate.
  • GVO-Soja- und GVO-Maisderivate wie Proteine und Mehl müssen als GVO-Produkte gekennzeichnet werden.
  • Andere Derivate, die aus Soja und Mais gewonnen werden, müssen nicht gekennzeichnet werden. Zu diesen Produkten zählen Soja- und Maisöl, Stärke, Emulgatoren, Lezithin, Glukose, Fructose, Dextrose, Mono- und Diglyceride, Maltodextrin und Sorbitol.
  • GVO-Produkte dürfen auch in der Lebensmittelkette in Form von Tierfutter für Hühner, Schweine und Kühe auftreten. Tierprodukte, die von Tieren gewonnen werden, deren Nahrung mit GVO-Zusatzstoffen angereichert wurde, besteht derzeit nicht. Der Grund liegt, darin, dass es schwierig ist, diese Produkte von denen konventionell ernährter Tiere zu unterscheiden.  Die EU-Kommission ist im Begriff, den Anspruch zu erwägen, GVO-Produkte innerhalb der Lebensmittelkette zu verfolgen und zu kennzeichnen.
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