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ERHÖHTE TELEPHONGEBÜHREN: PREMIUM LINES
Man gewöhnt sich schnell an Webseiten, die man gebührenfrei besuchen kann, weil es davon so viele gibt. Für einige Spiele, Seiten von Verlagen oder Webseiten für Erwachsene werden jedoch zusätzliche Gebühren verlangt. Das kann über die Kreditkarte laufen. Sie sollten sich in acht nehmen, wenn Ihnen erhöhte Gebühren abverlangt werden (Premium Lines). Das bedeutet, diese Gebühren schlagen sich auf Ihrer Telephonrechnung nieder. Dies ist manchmal nicht deutlich verständlich, insbesondere für Kinder.
Wenn Sie zu einer Premium Line wechseln, sollte eine Nachricht Ihnen die Kosten hierfür angeben. Sie sollten dann die Option anklicken können, die aussagt, dass Sie die Telephonrechnung bezahlen oder von der zahlenden Person die Erlaubnis haben, die teurere Verbindung zu nutzen. Es gibt in der EU zwar Verhaltensrichtlinien, diese sind jedoch nicht ausführlich genug.
Kinder können beispielsweise leicht die Hinweise übersehen, die nach einer Befugnis fragen und wo ein Mindestalter von 18 Jahren angeklickt werden kann. Sie ahnen dann nicht, dass die Telephonrechnung höher belastet wird, und einige der Verbindungen sind tatsächlich sehr teuer. Manche Anbieter von Telephondiensten warnen Kunden schriftlich, wenn Telephonrechnungen plötzlich ungewöhnlich steigen. Ihre Rechnung könnte dann allerdings schon 200 Euro betragen. Das kann nicht nur finanzielle Nachteile haben, insbesondere wenn Sie herausfinden, Ihre Kinder haben sich pornografische Seiten angesehen, und Sie müssen dafür auch noch bezahlen!
In Großbritannien allein gab es bereits über 200 Beschwerden von Eltern, deren Kinder erhöhte Telephonverbindungen unbefugt benutzt haben. Zwar gibt es einen britischen Verhaltenskodex, nach dem Eltern eine Rückerstattung dieser Kosten beantragen können. Es ist jedoch schwierig, das durchzusetzen.
European Research into Consumer Affairs vertritt die Auffassung, dass diese Zahlungsweise undurchsichtig ist, insbesondere weil viele Kunden per Kreditkarte bezahlen, und eine Rückerstattung schwierig ist. Unterhaltungs- und Informationsanbieter, die Premium Lines benutzen, sollten zumindest angehalten werden, eine unterschriebene Bestellung des Erwachsenen zu verlangen, dessen Rechnung belastet wird.
European Research into Consumer Affairs setzt sich für eindeutigere und bessere Verhaltensregeln ein. Inzwischen können Sie Ihre Kinder auch schützen, indem Sie ihren Anbieter bitten, alle oder einige Premium Lines zu blockieren. Sie können auch Filter- und Einstufungssysteme nutzen.
LINKS
Für Filtersysteme und allgemeine Hinweise: Jugendschutz.de